LaGallerie – Mainz am (Tejo) Rhein

Anlässlich einer Familienfeier haben wir uns wieder in LaGallerie getroffen. Besonders schön, neben dem hervorragenden Essen natürlich, finde ich den Blick aus dem Lokal auf die vorbeirauschenden Straßenbahnen auf der Gaustraße (wie hier schon beschrieben). Auch wenn der Vergleich der beiden Städte vom Tejo und Rhein hinkt, und Lissabon meist entsetzlich hügelig ist, und die Anzahl guter Lokale/Restaurants seines Gleichen sucht, so fühlte ich mich doch an die Stadt am Tejo erinnert, wenn die Straßenbahn unten links in der Fensterfront erscheint und oben rechts verschwindet.
Das Essen war auch sehr lecker!  🙂Mainz Gaustraße

LaGallerie – Mainz

Dort, in der Nähe der berühmten St. Stephanskirche, die mit riesigen und schönen Kirchenfenstern von Marc Chagall ausgeschmückt ist, und wo vor dem Restaurant die steilste Strassenbahnlinie (ohne mechanischem Hilfsanstieg) Europas entlang führt, so dass die Straßenbahn vor den Fenstern des Restaurants von links unten vor der Fensterfront nach rechts oben fahren, hat Christian Rubel das Restaurant LaGallerie übernommen.

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Steins Traube

Heute möchte ich Steins Traube in meiner alten Heimat Mainz vorstellen. Die Steins Traube wird gerne von uns zu Familienfeiern besucht.

Von außen ist das Restaurant am Ende der Stadt etwas unscheinbar. Aber durch permanente Renovierungen und Umbauten wirkt die Steins Traube mittlerweile recht modern, hat neben einem Gastraum noch einen größeren überdachten Innenhof, eine ausgebaute Scheune und seit neuestem auch einen kleinen „Wintergarten“. Bei den letzten beiden Besuchen hatten wir das Vergnügen beide Versionen des Wintergartens kennenzulernen, was bei ca. 16 Personen ganz angenehm ist.

Gekocht wird hier deutsch-französisch, unter Einbindung vieler regionaler Produkte. Weiterlesen

Neue Jüdische Synagoge Mainz

Das Judentum war in Mainz schon stark verbreitet. Gehört Mainz zusammen mit Worms und Speyer zu den SCHUM Bund.
Der Name leitet sich von den drei oben genannten Städten ab (Schpira für Speyer, Waw (U) für Warmaisa und Mem (M) für Magenza)* ab.
Die SCHUM Städte waren damals im Mittelalter für die jüdische Lehre in Mitteleuropa federführend.

Nachdem sich die jüdische Gemeinde im 19. und 20. Jahrhundert in Mainz groß entwickelt hat, hat man an dem heutigen Platz schon damals eine große Synagoge gebaut.
Zu einem Bild der alten Synagoge geht es hier –> Alte Synagoge

Leider fiel diese, wie vieles andere auch, den verbrecherischen Taten der Progromnacht zum Opfer.

Aber in den Jahren ab 1990 kümmerte man sich wieder verstärkt um den Zuzug von russischen Juden nach Mainz, bis es heute wieder ein aktives jüdisches Leben in Mainz gibt.
Im Zuge dessen wurde an der alten Stelle auch die Neue Jüdische Synagoge gebaut.

Der Bau sieht auf den ersten Blick befremdlich aus, bis man ein unklares Schriftmuster daraus erkennt. Allerdings ist es für die Meisten von uns nicht entzifferbar, stellt es nämlich von rechts nach links lesend den Namen Kedushah (קדושה) (Segensspruch für „Heiligung“ und „Erhöhung“) * dar.

Architekturmagazine sprachen zur Einweihung im Jahre 2010 über eines der spannendsten Neubauprojekte in jüngster Zeit.
Bisher stand ich allerdings immer nur vor der Synagoge, habe ich es noch nie hineingeschafft.
Da die Gemeinde aber recht aktiv ist und ein großes öffentliches Programm hat, werde ich es schon noch schaffen.

Anzumerken ist, dass in MZ-Weisenau noch ein andere, viel kleinere Synagoge im Jahre 1996 wiederaufgeweckt wurde, die selbst die Nazi-Zeit unversehrt überlebt hat.

Weitere Informationen und bessere Bilder gibt es beim Wikipedia Eintrag

  • entnommen aus Wikipedia

Hilton City Mainz

Wir haben unsere Zimmer (wir hatten noch weiteren Besuch dabei) dieses Mal im Hilton City gebucht, wo wir ein schönes Arrangement gefunden haben.

Das Hilton City ist nicht zu verwechseln mit dem Hilton Mainz, dass direkt am Rhein liegt und in dem gerne große Veranstaltungen stattfinden.
Dieses liegt im Zentrum von Mainz, wenn auch sehr ruhig gelegen. Aber nach 100 m Fußweg ist man direkt an der Schillerstraße mit dem Fastnachtsbrunnen.

Das Hotel hat uns recht gut gefallen. Kommen wir doch gerade aus den USA, so sind wir mehr als erfreut über die guten Matratzen, nicht so weich, sondern schön fest.
Das gesamte Hotel und das Zimmer sind auf einem sehr guten Niveau, nichts hapert oder ist angeschlagen.
Genutzt haben wir auch die Nespresso-Maschine, die in unserer Zimmerkategorie zur Verfügung stand.

Das Frühstücksbuffet war für ein 4-Sterne Hotel gut, aber auch nicht außergewöhnliches.
Schön war aber die eingebaute Kirchenreplik im ansonsten neugebauten Innenhof.

 

Heiliggeist – Bar, Restaurant

Das Heiliggeist ist auf jeden Fall immer ein  Besuch wert.

Errichtet wurde es schon im Jahr 1236 n. Chr. als Alten- und Pflegeheim für die Ärmsten und Armen der Stadt.
Ähnlich, und immer noch als Pflegeheim tätig, existiert heute noch das Heiligen Geist Spital in Lübeck.
Aber während das Lübecker Heiligen Geist Spital als ehemalige Sozialeinrichtung besichtigt werden kann, wird hier im Mainzer Spital täglich, insbesondere nächtlich, „Sozializing“ betrieben.

Das damals umgebaute Heiliggeist besteht heute aus zwei ungleich hohen Räumen. Im niedrigen Gewölberaum ist das Restaurant untergebracht, in der hohen Gewölbehalle die Bar.

Es ist faszinierend, sich hier niederzulassen und die Stimmung auf sich wirken zu lassen.
Auch hat das Heiliggeist  einen netten Biergarten, in dem man tagsüber gerne sitzt.
Abends wird es gerne recht voll und, da alles aus Stein besteht, auch sehr laut.

Zum Restaurant ist noch zu sagen, dass ich das Essen im Heiliggeist eher als eine bessere Gaststätte ansehe als ein gehobeneres Restaurant.
Das würde zu dem allabendlichen lauten Trubel auch weniger passen.

Empfehlenswert ist die Einnahme von reichlich Getränken, so dass sich ein Gang in das obere Geschoss automatisch anschließt.
Als Hintergrundgeräusche hätte ich zwar eher Gregorianische Gesänge statt Vogelgezwitscher erwartet, aber auf jeden Fall kann man sich stilvoll frisch machen.

Bisschen was zur Geschichte vom Spital gibt es hier zu lesen:
de.wikipedia.org/wiki/He…

Der Mainzer Wochenmarkt

Zu einem perfekten Wochenende gehört ein Besuch auf einem Markt, am besten einem Bauernmarkt, der regionale und leckere Nahrungsmittel anbietet.

Es gibt aber einen Markt, der ist ganz besonders. Das ist der Mainzer Wochenmarkt.

Den Markt kann man gar nicht verfehlen, findet er doch vor dem Dom und um den Dom herum statt.
Das sind der Marktplatz, der Liebfrauenplatz und das Höfchen.Er findet an mehreren Tagen in der Woche statt, nämlich jeweils dienstags, freitag uns samstags.

Während der Markt in der Woche kleiner ist, wird an einem Samstag groß aufgefahren. Dann stellen über 85 Beschicker Ihre Ware zur Verköstigung und Verkauf da.
Einige Stände haben Produkte (Zitrusfrüchte) zugekauft, aber viele bieten gerade in der Saison ihre eigenen frische Produkte an. Und in der Mainzer Umgebung wächst so ziemlich alles Obst  dieser Breiten.
Und so findet man in der Reihenfolge auch frischestes Obst und Gemüse, Spargel, Erdbeeren, Süßkirschen, Sauerkirschen, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen, Trauben, Äpfel, Birnen etc etc.

Der Liebfrauenplatz wird dominiert von den Kühlwagen, in denen Käse, Wurst, Fleisch, Fisch angeboten wird.
Richtig viel los  ist es hier immer, da es auch Stände der Mainzer Winzer gibt und scheinbar alle Menschen einen Schoppen (Weinschorle) in der Hand haben, ober für ein Stück Fleischwurst anstehen (Mainzer Leibspeise).
Auf und um den Liebfrauenplatz gibt es eine Menge zu sehen. Das Gutenbergmuseum, gewidmet dem Mainzer und Erfinder des Buchdruckes Johannes Gensfleisch Gutenberg, die alte Wache der Preußen, der Nagelsäule, und dem wehrhaften Haus, in dem noch zwei Kanonenkugeln aus der preussisch-österreichischen Belagerung stecken, als Mainz 1793 nach französischem Vorbild die erste Republik in Deutschland ausriefen.

Auf dem Marktplatz, mit seinen herrlichen barocken Markthäusern (hinter der Fassade stecken alles neue Gebäude), wird hauptsächlich Obst, Gemüse, & Blumen angeboten.

Auf dem Höfchen stehen nochmals spezialisierte Stände, mit frischen Obstsäften, Honigsorten, Käseanbieter uvm.

Da die Beschicker alle die gleichen Sonnenschirmen benutzen sollten, ist das Bild, dass sich bietet, wunderschön.
Leider kann ich nicht soviel kochen und essen, wie ich immer wieder einkaufen möchte.

Ein Besuch des Marktes ist ein Muss, jedes Mal wenn ich dort auf Heimatbesuch bin.