Die liebe Tradition: Krebbelchen zum Rosenmontag

Es geht doch nichts über das Vererben von Traditionen über Generationen hinweg.

Und eine dieser Traditionen ist eine gute, warme ungarische Gulaschsuppe nachdem man vom Rosenmontagszug zurückkommt. So war das in meiner Jugendzeit zuhause in Mainz, so ist es heute in meiner neuen Heimat in Düsseldorf. Normalerweise ist man dann durchfroren, Beine müde vom vielen und langen Stehen. Gut, heute bei 13°C ist dieses nicht so ganz der Fall, aber die Beine sind müde, dazu hängen die zwei-drei Weinchen  (oder so) auch noch im Köpfchen. Seufz, tagsüber vertrage ich echt nix.
Aber in diesem Blogbeitrag geht es nicht um die Gulaschsuppe, sondern um die zweite, die andere Tradition am Rosenmontag. Alle Bäckereien sind seit mindestens zwei Wochen voll mit Berlinern, mit Zuckerguss, Nougatdekor, und und und.

Bei uns hießen diese kleine frittierten Süßwaren Krebbelchen. Wenn es Krebbelchen gibt, freut sich die Familie auf Mutzen (Rheinland). Immer lecker, immer frisch und nur einmal im Jahr kommen sie auf den Tisch, bis zum Abwinken.wp-1488215905440.jpg

Eigentlich sind sie kinderleicht in der Herstellung, sind herrlich kross und innen saftig. Alles was man zur Herstellung braucht, ist bisschen Ruhe und Wartezeit, die mir nach so einem Tag zugute kommt.

Für 4 Personen bis zum Abwinken:

  • 500 gr. Mehl (Typ 405)
  • 1 Hefe
  • 250 ml Milch
  • Zucker (7-8 EL)
  • bisschen flüssige Butter
  • Öl zum Frittieren
  • Feiner Zucker oder Puderzucker zum Bestreuen

Schritte
Milch mit Zucker erwärmen, aber nicht zu stark. Dann die Hefe darin auflösen.
Butter auch kurz erwärmen, so daß sie flüssig wird.

Die Hefemilch mit der Butter zum Mehl geben und alles gut verkneten.
Dann alles gut zugedeckt für ca. 1 h an einen warmen Platz stellen und selber auf dem Liegesofa ausruhen.
Der Wein vom Italiener war aber auch gut.

Dann den Teig ca. 2 cm dick ausrollen und die Krebbelchen (Mutzen) in einem Muster ausschneiden. Auf einer bemehlten Fläche mit Abstand legen, damit die Teiglinge nochmals aufgehen können.Zeit, nochmals auf dem Sofa die Beine auszustrecken.

Zum Finish die Fritteuse (ich Wok) mit dem Öl oder Frittierfett anwerfen. Anfänglich den Teig einzeln anwerfen und probieren, wie man die Krebbel am liebsten mag. Dann immer 4 Teiglinge einwerfen, nach einer Zeit umdrehen. Wenn die ersten vier Krebbel umgedreht sind, und ihre brauen Seite zeigen, kann man die nächsten vier in den Topf einlassen.
Sind die Krebbel fertig gebacken (frittiert), aus dem Behälter nehmen und auf Krepppapier abtropfen lassen. Dann in einem Teller mit feinem Zucker oder Puderzucker bestreuen.
Entweder sofort die Krebbelchen essen oder die heimlich zugreifenden Hände vom Anrichtteller fernhalten.

Auf die Plätze, fertig,….

 

 

 

 

 

 

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