Reise nach England – Strandleben

Nach dem Kunstbericht kommt jetzt wieder die Alltagskultur dran. Thema ist das original englische Strandleben.

Da wir mitten auf dem Land aber auch nicht so weit vom Meer entfernt wohnten, sind wir natürlich paar Tage an das Wasser gefahren. Allerdings haben wir keine Strandtage eingelegt, sondern haben eigentlich nur paar Orte aufgesucht und bisschen Sonne, Salzluft und Meer genossen.
Bei dem Wort „Meer“ muss ich aufpassen, denn von meinem Gefühl her, hatten wir nur bei einem Besuch, ausgerechnet in der Grafschaft Devon (hier bei Lynmouth), das Meer gesehen. Eigentlich dachte ich, in Somerset hätte ich nur Matsche statt Meer gesehen.

Nun, bei der Betrachtung der Bilder muss ich meine Meinung ein bisschen revidieren. Es war schon Meer da, ich habe es bloß nicht gesehen (wie hier in Porlock Weir).

Die drei Orte liegen recht nahe beieinander und direkt am Bristolkanal. Der Bristolkanal ist die trichterförmig zulaufende Meerenge zwischen Wales und England. Durch die Verbindung zum Atlantik gibt es hier gewaltige Tideunterschiede, die ihr auf den Bildern sehen könnt.

Auch hier gilt wieder: drei verschiedene Orte, drei verschiedene Tage.

Weston-super-Mare
Weston-super-Mare ist so ein Badeort, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Eine große Pier als Amüsier- und Spielemeile, jede Menge Schaustellergeschäfte in Strandnähe (Riesenrad, Rutschen etc.), Mauleselreiten statt Kamelreiten, lauter Fish’n’Chips Läden und reichlich Bier. Idyllisch sieht anders aus, aber interessant war es trotzdem. Apropos Meer: hier war doch tatsächlich Meer. Bitte schaut Euch auch gleich Weston-super-Mare von Brean Down an.

 

Burnham-on-Sea
Ein weiterer Badeort, der aber etwas ruhiger und nicht ganz so geschäftig ist. Natürlich darf auch hier eine Pier nicht fehlen, allerdings hat ist die hiesige Pier den Titel der „kleinsten Pier“ in England. Es war kein Meer da, was in sofern erfreulich war, dass man einen schönen, langen Spaziergang über den Meeresgrund zu einem schönen Leuchtturm machen konnte. Man denkt zwar Meer zu sehen, aber mitten über den Strand verläuft der Meereszufluss des Parrett. Hinter der Flussmündung ist wieder nur….. Matsche und Sand.

 

Brean Down
Streng genommen gehört Brean Down zu Burnham-on-Sea, ist aber eine schöne Hügelmarkierung, die direkt in das „Meer“ hineinführt. Auf dem ersten Bild sieht man Weston-super-Mare mit Pier, Riesenrad, Schaukeln etc.. Zu dem Zeitpunkt der Aufnahme ist das Meer ca. 1,5 km vom Sandstrand entfernt.
Auf der anderen Seite von Brean Down sieht man in Richtung Burnham-on-Sea. Hier erkennt man eine flache Landschaft, vollgestellt aus einfachen Bungalowsparks, Caravanplätzen und Campingplätzen. Das war trotz der Menge ein ruhiger und recht entspannter Halbtag mit unserer ersten (und guten) Fish’n’Chips Mahlzeit.

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