Selbstgemachter Heuschinken

Hallo Welt, langsam erwache auch ich wieder aus dem schreibtechnischen Winterschlaf obwohl es gerade heute bis tief bei uns ins Flachland kurz und heftig geschneit hat . Vieles von Euch habe ich in der Zwischenzeit gelesen, noch mehr habe ich mir gemerkt und mir auf meine Merkliste geschrieben und einiges mittlerweile selber ausprobiert.

Bei einem von mir sehr geschätzten Blocker Themaskedchef fiel ich immer wieder über den Namen einer sehr guten Bezugsquelle für tolle Lebensmittel – die Genusshandwerker.
Irgendwann war es dann mal soweit, dass ich die Seite aufrief und mich dort umsah. Was ich sah, hat mich mehr als überrascht und gefreut. Erstmal überrrascht, da der Online-Versand mit Abholmöglichkeit direkt um die Ecke im nächsten Stadtteil liegt. Und erfreut, weil Sie ein wunderschönes Rezept samt aller Zutaten parat hatten.

Hier also mein Vorschlag für ein leckeres Essen, wenn es einfach aussehen soll, aber geschmacklich durchaus pompös rüberkommen darf. Einfach ist es schon, man braucht allerdings nur so seine 5-6 Tage Vorlaufzeit.

  • Heuschinken vom Schwäbisch-Hällischen Spanferkel mit
  • Walnuss-Dattel Cremolata
  • buntem Kartoffelsalat und gratiniertem Blumenkohl

Geschmacklich war der Schinken eine unbeschreibliche Wucht, bei dem Alle über das Essen in das Schwärmen kamen. Jeder einzelne Bissen war ein wahrer Genuss.
Das Heu gibt dem Schinken zum Abschluss noch eine hauchfeine Geschmacksnote, nach der man suchen muss, dafür kommen Wacholderbeeren und Lorbeer umso stärker durch.

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Zutaten


Für die Pökellake:

4 l Wasser
150 g Pökelsalz
150 g Meersalz
3 Lorbeerblätter
1 EL schwarze Pfefferkörner
1 EL Wacholderbeeren
Für den Weihnachtsschinken:
ca. 2 kg Spanferkelkeule mit Schwarte, ohne Knochen
1 Rosmarinzweig
3 Thymianzweige
je 1 EL schwarzer Pfeffer und Wacholderbeeren
3 Lorbeerblätter
3 Karotten
3 Petersilienwurzeln
½ Stange Lauch
¼ Knolle Sellerie
1 große Zwiebel
200 g Heu aus kontrolliert biologischem Anbau
8 Eiweiß

Schritte
Die Pökellake einige Stunden vor dem Pökeln zubereiten: Dazu alle Zutaten für die Lake aufkochen und abkühlen lassen. Die Schwarte der Spanferkelkeule in Rauten von etwa 2 cm Kantenlänge schneiden. Die Keule mit der Schwarte nach unten einlegen und mindestens 5 Tage im Kühlschrank bedeckt pökeln.

Rosmarin und Thymian waschen und zusammen mit den Pfeffer- und Wacholderbeeren und den Lorbeerblättern zum Fleisch geben. Das Fleisch einmal aufkochen und knapp unter dem Siedepunkt in 2-3 Stunden gar ziehen lassen. Nach der Hälfte der Garzeit das Gemüse waschen, die Zwiebel schälen, alles in grobe Stück schneiden und hinzugeben.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Das Heu mit dem Eiweiß gut vermischen. Ein Blech mit Pergamentpapier auslegen und etwas Heu darauf verteilen. Den gut abgetropften Schinken darauf legen und sorgfältig mit dem restlichen Heu bedecken. Den Schinken 20 Minuten garen, anschließend herausnehmen.

Den Grill des Backofens auf 220 °C einstellen. Das Heu auf dem Schinken und rundherum entfernen. Das Heu unter dem Schinken liegen lassen. Den Schinken nochmals auf die mittlere Schiene des Ofens schieben und die Kruste kross braten. Das dauert etwa 10-15 Minuten. Den Schinken in Scheiben schneiden und servieren.

Wohl bekommt’s.

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Für den bunten Kartoffelsalat habe ich mich bei einem sehr sehr gut sortierten Marktstand für Kartoffeln bedient, deem Kartoffelhaus auf dem Carlsplatz. Leider habe ich schon wieder die wunderschönen Namen der farblich vielfältigen Kartoffeln vergessen.

Da wenig getrunken wurde, blieb der Francois von Braunewell alleine mir.  🙂wp-1451847259429.jpg

Zutaten und Rezept von Genusshandwerkern kopiert.

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2 Gedanken zu “Selbstgemachter Heuschinken

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