Fleischkäse – einfach und lecker selbstgemacht

Am Wochenende habe ich endlich einen lang gehegten Plan umgesetzt. Ich wollte unbedingt mal einen Fleischkäse selber machen. Ich liebe Fleischkäse, aber nur guten und schon gar nicht den Industriellen, den es im Supermarkt abgepackt zu kaufen gibt. Einen Fleischkäse, der ofenwarm ist und bei dem nach einem Bissen der warme Fleischkäsesaft sich in den Mundwinkeln ansammelt und Gefahr läuft, am Kinn runterzulaufen.
Fleischkäse.jpg
So einen Fleischkäse gibt es heute leider selten. Zuletzt habe ich einen wirklich leckeren Fleischkäse bei einem Metzger in meinem ehemaligen Stadtteil in Düsseldorf gegessen. Weiterlesen

Gemüsesuppe mit Heilbutt, Pfifferlingen und Fenchel

Wir haben Zuhause eine flexible, feste Kochaufteilung. Montag bis Donnerstag kocht meine Frau für unsere dreiköpfige Familie. Die Tage Freitag bis Sonntag gehören mir. Da wir nicht für die Woche planen sondern täglich frisch kochen, entscheiden wir immer kurzfristig, was es gibt und kaufen entsprechend ein.

Der Freitag ist da immer ein bisschen Sonderfall. Gedanklich schon im Wochenende, körperlich noch am Schreibtisch fällt mir die Entscheidung immer schwer, was es Leckeres zum Start in das Wochenende geben sollte.

So schlug ich, in Ermangelung an guten und schnell umzusetzenden Ideen, die Kolumne „Kochquartett“ der Süddeutschen Zeitung auf und sah das recht interessante Gericht: Gemüsesuppe mit Skorpionfisch, Pfifferlingen und Fenchel. Durch den frühen Herbst ist uns im Moment nach Eintöpfen und herbstlichen Gerichten und Fisch geht eh immer bei uns.Gemüsesuppe.jpgDas Originalrezept, welches ich nicht verlinken konnte, da es von der Süddeutschen Zeitung Weiterlesen

BritaInn – britisch oder nicht britisch, das ist hier die Frage

Ich gebe ja zu, ich war schon lange nicht mehr in Großbritannien. Und nach meinem damaligen neunmonatigen Auslandsstudium und Praktikumszeit in dem Wanne-Eickel von England (Wolverhampton) habe ich zwischenzeitlich nur sehr sporadisch London besucht. Daher sind meine Erinnerungen an Land und lokale Genüsse stark angestaubt und entsprechen bestimmt nicht mehr in Gänze der heutigen Realität.

Denke ich an englischen/britisches Essen, so kommt mir als erstes unser täglicher Essensrhythmus in Erinnerung. Spreche ich von uns, so meine ich hauptsächlich meinen mitreisenden Kommilitonen und den aus Katalonien kommenden Freund, auf dessen Hochzeit wir uns alle vor kurzem sahen.

Ein ordentliches Frühstück gab es bei uns nicht, war man doch noch heftig vom „Vorabend“ gesättigt (Grund: siehe unten). Zum Mittagessen tischte die Uni-Mensa Pies mit Pommes und Bread’n’Butter Pudding mit Vanillesauce auf, als Zwischensnack zur Tee- und Kuchenzeit gab es in der Stadt einen Döner mit Minzsauce. Zum Abendessen wurde wieder irgendwas Frittiertes mit Pommes und Bread’n’Butter Pudding mit Vanillesauceüber die Theke geschoben. Der zünftige Pubabend bis zur Sperrstunde ging meist in eine nette Homeparty oder Besuch  eines Nightclub über, bis die Nacht um 3:00 AM bei einem Inder mit einer sättigenden Portion Chicken Tikka Marsala aufhörte.
An Wochenenden oder Reisen nach Schottland wurden Erfahrungen neben dem Frittierten und Bread’n’Butter Mensa-Einerlei durch Pubfood (frittierter Fisch, Erbsen, Kartoffelstampf) erweitert. Man könnte meinen, das Essen wäre eintönig gewesen. Ich kann aber bestätigen, wir haben uns draufgestürzt.
Gut, der Aufenthalt hat mir 13 kg Gewichtszunahme beschert, was mir aber bei meiner damaligen Relation von 1,89 m Größe und 73 kg Gewicht irgendwie gelegen kam, …. damals……

Das von mir zubereitete und aufgetischte Essen wurde aus diesen meinen „antiquierten“ Erfahrungen gespeist. Ich gestehe auch den Briten als sehr traditionsbewusstes Volk durchaus zu, dass sich das Essen auf der Insel mittlererweise geändert und verbessert hat. Genauso wie ich ja auch nicht jeden Tag (eigentlich nie) deutschen Essens bestehend aus  Sauerkraut, oder Schweinebraten mit Klößen oder Himmel änd Ähd (selten) zu mir nehme. Außerdem stand mir damals nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung, so daß höhere britische Genüsse wie Hagis in Schottland mir verwehrt blieben.
So dürfte meine Wahl niemanden verwundert. Es gab das, was ich gemeinhin für britisches Essen halte (in leicht abgewandelter Art).

  • Vorspeise: Salat aus Spinat, gebratenen Kräutersaitlingen und Pastinaken mit Tomatencoulin
  • Hauptspeise: Lammkeule mit Portweinreduktion, Erbsen-Minz Stampf und Kartoffelgratin (mit franz. Chaource)
  • Nachspeise: Bread’n’Butter Pudding (natürlich) mit Vanille-Ingwer Eis

Salat mit Tomatencoulin.jpglammkeule englische art.jpgbreadnbutter.jpg