Seeblick – Brückenhaus – Lassahn am Schaalsee

Es gibt Orte, die glücklich machen. Noch glücklicher machen die Orte, die zur rechten Zeit am rechten Ort sind, und die vollkommen unerwartet daher kommen oder man diese Orte findet. Und Lassahn am Schaalsee ist so ein Ort. Dabei war mir der der Schaalsee oder das daran anliegende Lassahn bis vor kurzem noch gänzlich unbekannt.

Über eine holprige Straße ging es zunächst zum Haus Seeblick in Lassahn. Das war unser auserkorenes Ziel, welches an dem Wochentag aufhaben sollte. Interessiert hatte uns dort der schöne Pavillonbau und die  Naturschaubühne mit ausschweifenden Blick über das Biosphärenreservat Schaalsee. Auch versprechen verschiedene Beiträge in Foren, dass das Essen (Imbiss) hier auch gut sei und auch noch leckere regionale Schmankerl angeboten werden.

Kiosk mit Naturschaubühne

Derweil das Haus Seeblick wegen des Wetters leider nicht geöffnet hatte, machten wir uns hungrig wieder auf den Weg zurück in Richtung Zarretim. Ich konnte mich aber am Ortsanfang noch an ein Hinweisschild auf das

Brückenhaus erinnern. Schon immer neugierig, schlug einen Einkehrschwung vor, in der Hoffnung dass das Brückenhaus geöffnet hat und im besten Fall so etwas wie Bockwurst, Kartoffelsalat oder Soljanka gibt. Meine Erwartungshaltung war gelinde gesagt nicht sonderlich hoch.

Dann ging es erstmal einen kurzen, aber fürchterlichen Weg mit dem Auto auf einen Parkplatz, gut 200 m vom Brückenhaus entfernt, und ein kleiner Spaziergang mit anhängender hungriger Familie und einer kleinen Hoffnung, dass das Brückenhaus geöffnet ist. Wie erleichtert waren wir, als wir Lichter in dem Haus sahen, und das Haus und die Umgebung richtig nett aussah.

Das Brückenhaus als Verbindung zur vorgelagerten Insel
Das Brückenhaus als Verbindung zur vorgelagerten Insel

Nach Durchquerung des schönen Gastraumes kamen wir auf die Terasse und mußten uns erstmal setzen. Zum einen, weil es alle unsere Erwartungen übertroffen hat und zum anderen, weil der Ausblick auf See, Wald, Außengastronomie so einladend war. Insgesamt ist die Anlage mit Terrasse, Biergarten, einer Aalräucherei-Scheine, einem weiteren kleinen Anbau sowie zwei Terrassen auf und am Wasser recht weitläufig.

Nun aber erstmal was Geschichtliches:

Das Brückenhaus liegt am Schaalsee, über den die damalige innerdeutsche Grenze verlief. Da die erste Zaunanlage am Rande des Dorfes Lassahn verlief, lag das Brückenhaus im damaligen Niemandsland und wurde von Grenzsoldaten benutzt. Ab 2010 wurde das Gebäude von Johann Hartwig Graf von Bernstorff in den heutigen Zustand versetzt und das Restauratnt betrieben. Dabei verschreibt er sich den regionalen Produkten aus dem Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee. Sein Motto lautet: Regionaliät, Saisonalität, Frische und Nachhaltigkeit

Und gemäß des Mottos startet die Speisekarte mit mehreren verschiedenen Sorten frisch gepresster Säfte von Streuobstbäumen aus der Umgebung.

Da wir nach einem kleinen Mittagssnack suchten, haben wir aus einer nicht zu großen aber den Gerichten nach sehr leckeren Speisekarte ein paar Kleinigkeiten zum Mittagessen, wie Kürbis-Schaumsüppchen mit gebratener Maräne, geräucherter Entenbrust, einem Mecklenburger Sushi aus Graupen, Maräne und Avocado sowie Apfel- und Pflaumenkuchen ausgewählt. Vorab gab es zu frisch gebackenen Brot aus der Kieler Brotmanufaktur noch leckeres Olivenöl, sowie verschiedene Salzsorten. Alle Speisen waren hervorragend und sehr lecker.

Nachdem ich dann auch wieder zuhause war, habe ich nach dem Brückenhaus im Internet recherchiert. Dabei kommen recht viele Artikel, auch von überregionalen Magazinen und Zeitungen, zusammen, die über das Brückenhaus im Biosphärenreservat Schaalsee berichtet haben.
Das Brückenhaus ist ein Kleinod, dass einen Besuch auf jeden Fall lohnt.

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