Nahversorgung

Düsseldorf ist für viele Menschen schon Teil des Ruhrgebiets, dass angrenzend im Nordosten anfängt.
Also erstmal kommt hinter Düsseldorf noch Ratingen und dann wird es erstmal grün und sehr ländlich.
Und in dieses Gebiet Ratingen, Heiligenhaus zieht es mich heute. So fahre ich die A44 vom Düsseldorfer Flughafen kommend Richtung Velbert (A3) und biege erst mal direkt wieder an der Abfahrt Ratingen-Schwarzbach ab.
Hier liegt linker Hand von der Abfahrt der Bauernmarkt Benninghoven.
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Der Bauernmarkt hat ein sehr umfangreiches Angebot, daß stetig wächst. Obst und Gemüse aus heimischer Gegend werden hier hauptsächlich angeboten, darüber hinaus in der Region erzeugte Käse- und Wurstprodukte. Besonders beliebt ist an Sonntagen der Kuchenverkauf. Sonst kein großer Freund von Süß kann ich davon nicht soviel essen wie ich gerne essen würde. Vor kurzem erst wurde dort das Bauerncafe ausgebaut und die bieten nun drinnen wie draußen frische Erzeugnisse, Suppen, Gerichte, Kuchen an. 
Natürlich wechselt das Angebot je Jahreszeit erheblich. So liegt gegenwärtig der Außenbereich vor dem Eingang voll mit Kürbissen.

Weiter geht es über die Autobahn bis zur nächsten Ausfahrt Ratingen Ost/Velbert. Und hier geht es über die L422 Richtung Heiligenhaus. Offen gesagt, hat mich die Gegend immer abgeschreckt, der erste, zweite und dritte Eindruck war nie berauschend, eher stellte sich ein innerliches Frösteln ein.  In Erinnerung habe ich nur die Folge von hohen hässlichen Hecken, Funkantenne, Blitzer. Ein Gesamtbild, daß mich in der Vergangenheit erschaudern ließ.
Erst mit der Zeit habe ich erkannt, welche Oasen hier fast unsichtbar rechts und links der Strasse L422 liegen.
Eines dieser gut versteckten Orte ist das Gut Zehnthof.

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Ohne Ausschilderung biegt man von der Landesstraße in den Zehnthofweg ein (falls man ihn denn entdeckt) und folgt einem einspurigen, aber asphaltierten Landwirtschaftsweg und gelangt in ein kleines Tal mit dem Gutshof.

Hauptsächlich bietet das Gut die Unterstellung und Pflege von Pferden an. Aber darüber hinaus hat das Gutshof noch ein altes Fachwerkhaus mit einem alten Steinofen, der immer wieder samstags zur Geltung kommt.

Denn Samstag ist hier Backtag. Dann setzt der Gutsbesitzer den Brotteig an und befeuert den Ofen. Nach geraumer Zeit wird der Ofen dann mit allerlei Broten bestückt.
Allerdings sollte man hier zuvor anrufen und nachfragen, ob wirklich gebacken wird und möglichst eine Vorbestellung aufgeben. Denn die Kapazität des Ofens ist gegrenzt, auch wenn geschätzte 40 Brote dort hineinpassen. Viele Brote sind an Stammkunden vergeben und manchmal wird halt gar nicht gebacken. Dann ist das kleine Fachwerkhaus nämlich für Events reserviert oder die Gutsleute sind im Urlaub.
Über das Angebot und Bestell-Telefonnummer gibt die Webseite Auskunft.

Auch sonst bieten die Bauernhöfe in den kleinen, kaum sichtbaren Täler zu beiden Seiten der Landesstraße ein breites Sortiment zur allernächsten Nahversorgung. Einmal wird Blumenschnitt angeboten, es gibt Bauerncafes mit selbst gebackenen Kuchen, Forellen- und Karpfenteiche mit dazugehörenden Fischräuchereien, andere Bauernhöfe bieten Bio-Produkte vom eigenen Geflügelhof an. In der Vergangenheit habe ich einige Bauernhöfe bei den Streifzügen schon aufgesucht, viele andere gilt es noch zu entdecken.

 

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2 Gedanken zu “Nahversorgung

  1. Bauernmärkte sind die Freuden der Sonntage. Immer in der Hoffnung man findet Produzenten die Direktverkauf haben. Fürs Auge ist es auch immer schön,für das Gewicht auch meist 🙂
    Schöne Fotos

    1. Richtig! Dieser Bauernmarkt ist allerdings täglich in einer festen Halle. Und wie du sagst, es geht nichts über das Streunen über Bauernmärkte und das Suchen und Finden von tollen Produkten und gleichzeitiges Kreiern von Gerichten.

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