Das marokkanische Viertel

Düsseldorf ist bekannt als Klein -Tokio mit den meisten Japanern auf dem europäischen Festland.

Was weniger bekannt ist, ist daß es auch eine lebhafte grosse marokkanische Gemeinde gibt. So gross, dass es in der Stadt auch ein Konsulat  und es den marokkanischen Touristenverein gibt.
Das Gemeindeleben zentriert sich in der Nähe des Hauptbahnhofs an der Ellerstrasse.wpid-wp-1411220111550.jpeg
Hier gibt es alles, was der Marokkaner oder folkloristisch angehauchte Düsseldorfer, oder auch  hungrige Mensch wie ich es bin, suche und brauche.

Es unzählige Lebensmittelgeschäfte, von kleinen Garagengeschäften bis hin zum Supermarkt mit Paletten an unterschiedlichen Couscoussorten. Bäckereinen und Konditoreien bieten ihre leckeren Brot- und Süsswaren ab, gleiche mehrere Fischhandlungen und Metzgereien komplettieren an Frischfisch und Lammerzeugnissen, was es bei Rewe & Co immer weniger gibt.
Dutzende Frisör- und Handyläden reihen sich nebeneinander, das Sahara-Hamam lässt ein bisschen Marrakeshgefühl aufkommen.
Zu allen Besuchen in dem Viertel gehört dann noch ein Besuch in einem der vielen Cafes, in der seltsam archaisch anmutenden rein männlichen Gesellschaft.
Die Einkäufe werden hier wohl meistens von Männern vorgenommen.

So ging ich am frühen Sanstag auch los um einen fangfrischen Loup de Mer zu ergattern.
Die Strassen sind voll, Autos mit KFZ Kennzeichen aus dem ganzen Westen sind da und machen hier teils ihre Monatseinkäufe.

Da wird beim Metzgerbesuch schon mal ein halbes Lamm zerhackt und in eine Tüte verpackt, zusätzlich zu den Merquezwürstchen. Kaufe ich mal 6 oder 8 Würstchen für einen Grillabend, dann ist das hier die kleinste Bestellung. Meist fängt eine Bestellung bei 30 Würstchen aufwärts an.

Auf jeden Fall stromerte ich durch die Geschäfte und habe, trotz vorsorglich vorausgegangenen  gutem Frühstück , vieles eingekauft.
Neben dem Fisch habe ich von einem fliegenden Händler aus seinem Kofferraum ganz frische Granatäpfel, ganze Büschel frischen Koriander gekauft, dazu noch Kekse, zuckersüsses Naschwerk, gefüllte Pfannkuchen und noch mehr in anderen Geschäften eingekauft.

Aber wo es viele Menschen gibt, da trifft und verlässt man. Von hier kommen und starten auch die Überlandbusse nach Tanger, liegen sich Menschen in den Armen.
Ich verlasse das Viertel auch heute, aber nur für paar Wochen bis zum nächste Einkaufsbesuch.

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3 Gedanken zu “Das marokkanische Viertel

  1. Danke für den Bericht. Von dieser Seite Düsseldorfs wußte ich noch nichts.
    Geschweige, daß ich sie selbst schon gesehen habe. Wieder etwas schlauer. Daumen hoch.

  2. Georg, Dein Vorsprung wir sicher nicht einzuholen, geschweige denn zu
    Überholen sein. Darum werde ich weiterhin Deinen Tipps und Empfehlungen folgen. 🙂

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