AA242 – N395AN

Zurück ging es von Miami über Chicago nach Düsseldorf.

Der Checkin in Miami verlief erst mal nicht so reibungslos. So wie ausländische Touristen in Deutschland vor einem Fahrkartenautomaten stehen, so standen wir alle aus allen Nationen, inkl. Amerikaner selber, vor den Checkin Automaten von American Airlines.

Es war kaum jemand in der Lage, sich selber über einen solchen Automaten einzuchecken.

Wir haben zwar vorab einen Web-Checkin gemacht, aber damit gibt man nur kund, dass man vor hat, den Flieger zu benutzen.

Eine elektronische Boardingkarte erhält man dadurch nicht, weder in ausdruckbarer Form noch als QR Code.

Also, nach etlichen ergebnislosen Versuchen haben wir einen Assistenten abgepasst, diesen hinzugezogen und er selber hat mit paar Problemen uns eingecheckt.
Danach Koffer beklebt und um Dropoff abgegeben….. Leider streikte das Gepäckband wegen kompletter Überlastung. Daher sollten wir die Koffer einfach vor dem Schalter stehen lassen.
Innerlich haben wir uns von den Klamotten verabschiedet und bestiegen den Flieger Richtung Chicago.

Über den Flug gibt es nicht viel zu berichten, außer dass er ein Anschauungsexemplar für Sozialstudien und Neurosen ist.

In Chicago angekommen war alles viel einfacher als bei einer internationalen Ankunft. Die Koffer waren durchgecheckt, wir mußten nicht mehr 5x die gleichen Fragen beantworten, wir hatten nur 50m zum nächsten Gate zu gehen und neben dem Gate war ein Mc D, für den der es benötigte.
Irgendwie habe ich bis hierhin den Grenzschutz vermisst, der jedoch nur auf der Fluggastbrücke stand und nach sehr kurzem Blick die Leute durchwinkte. Tja, irgendwie wird bei einer Einreise alles in Frage gestellt und Ausreisen darf jeder ohne Kontrolle (???).

Entsprechend relaxt sind wir in den Flieger AA242 für den Nachtflug gestartet. Der Flug war auch wieder wie der Hinflug perfekt.
Wieder hatten wir eine neuere der älteren 767 Maschinen, dieses Mal nur 16,1 Jahre jung.

AA242 in neuem Design
AA242 in neuem Design

Wieder hatten wir die halbe Crew vom Hinflug und wieder wurden wir mit Essen und Getränken zu bombardiert.

Zum Abendessen gab es Hähnchen oder Pasta (Tortelloni), wobei die Tortelloni die klar bessere Wahl war.

Nach den ersten beiden Stunden wurde es ruhiger im Flieger, jeder versuchte schnell beim Nachtflug zu schlafen. Das haben wir auch versucht, aber leider hat es erst 1,5 h vor Ankunft damit geklappt, so dass wir wieder 15 Minuten zum Frühstück geweckt wurden….

Am Gepäckband gab es dann den erwarteten Aufreger. Zwei von drei Koffer haben den Urlaub eigenmächtig in Miami verlängert. Gewundert hat es niemanden. Auch andere Flugpassagiere, die wir schon vom Miami Flug kannten, traf es.

So ging es nach Hause und am nächsten Tag wurden die Koffer in die Wohnung geliefert. Das hat doch auch seinen Reiz!  😉

 

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Rückflug 27.7.

Heute Sonntag geht es zurück ab Miami über Chicago nach Düsseldorf.
Dieses Mal wird es ein Flug gegen die Uhr.

Auf dem Hinflug hatten wir keine Zeitanpassungsprobleme, waren von von 09:00 Uhr deutscher Zeit bis 6 PM amerikanischer Zeit (24:00 Uhr MEZ) mit den Flugzeugen unterwegs.
Nach Autoabholung, Fahrt zum Hotel, kurzen Abendsnack haben wir um 9 PM geschlafen und waren ab 6 AM wieder wach.
Das lief also perfekt.

Der Rückflug trifft uns nicht so glücklich.
Um 12 AM geht es nach Chicago und nach eineinhalbstündigen Aufenthalt weiter nach Düsseldorf.
Landen tut die Maschine planmässig um 6:30 Uhr, dass wäre 00:30 AM.

Vermutlich hauen wir uns zuhause erst mal direkt ins Bett.

Flugtracker:
Miami nach Chicago um 12:00

Flug Chicago nach Düsseldorf

Weitere Bilder von Anna Maria

Ein paar weitere Eindrücke von Anna Maria Island vom Handy in loser Reihenfolge.

Ausflug nach Tampa

Endlich kommen wir mal zu einem Tagesausflug nach Tampa.
Tampa ist mir hauptsächlich als NFL Fan des Teams New Orleans Saints bekannt, da beide Teams in einer Division spielen.
Sonst weiss ich auch nur von Tampa, dass das dortige Footballstadium paar nette Gimmicks hat.

Also, nach dem ausführlichen Wälzen unseres Baedeckers geht es los.

Blöderweise haben wir auf der Fahrt gemerkt, dass wir die Kamera vergessen haben. Also mussten wir die Bilder mit unseren Handys schiessen, was die Blogleser wiederum freuen sollte.

Erstmal ging es die 90 KM nach Tampa über den Sunshine Skyway, den wir auch von Anna Maria aus sehen können.

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In Downtown Tampa – Franklin Ave – habe ich erstmal meine Saintscap aufgesetzt und erntete zu meinem Vergnügen direkt eine Bemerkung. Es sollte die einzige Bemerkung des Tages bleiben, aber diese Bemerkung hiess „who dat“, ein bekannter Gruss von Saints zu Saints Fan. 🙂

Die Franklin Ave ist eigentlich eine Bankenstrasse und somit tagtäglich eine „stark lebensberuhigte“ Strasse, mit ordentlicher Begrünung, aber sonst nix los, ausser dass man durch Kameraaufnahmen durchspazieren kann.

Aber wir kamen von unserem Startpunkt direkt am Tampa Theater vorbei, dass eine wunderschöne andalusische Innenausstattung haben soll. Leider fanden dienstags keine Führungen statt, aber dass wussten wir schon zuvor.

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Weiter ging es zum River und dem Riverwalk, vorbei an der Convention Hall.

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Auf der gegenüberliegenden Insel von Tampa haben wir im „Jackson“ eine kurze Rast eingelegt, bevor es zum Auto zurück ging.
Dabei war überall an diesem Werktag gespenstig viel Ruhe, keine Menschen waren zu sehen und freie Parkplätze gab es en masse!!

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Da wir erst um 2:30 pm am Raymond James Stadion sein wollten, haben wir uns noch einen kurzen Eindruck von der University of South Florida verschafft, einem ehemaligen Gebäude und Hotel eines berühmten Einwohners. Sorry, aber ich bin nicht so gut in Namen.

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Dann ging es zum Stadion.
Hier ein paar Eindrücke von dem Ort, wo die Saints immer wieder jährlich einen WIN abholen.
Im Übrigen hat Iris mir dabei erzählt, dass Ihr Vater schon immer New Orleans Fan war… Höre ich dort eine Reise Ende November 2015 heraus???

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Nach der Tour mussten wir dringend was Essen und Trinken, die Hitze war schon schädigend, und liessen uns in einem Mc D nieder. Nett die Aufforderung, nicht länger als 30 Min dort zu verbleiben.

Nach einer kurzen Rast ging es zurück north downtown, ins „Ybor District“.
Hierher sind früher viele Kubaner her gekommen und haben die handgerollten Zigarren in Amerika hergestellt. Es ist das Zigarrenviertel der USA, oder besser gesagt, es war das Zigarrendreherviertel der USA.
Das Viertel erinnert durch die Häuser mit den Gitterbalkon ein bisschen an New Orleans, und wird daher auch als „Klein New Orleans“ bezeichnet.
Die Athmosphäre des Stadtteils war sehr cool. Es hat mir sehr gut gefallen.
Tolle Geschäfte wurden immer wieder durch Zigarrencafes abgelöst, vor denen Menschen Zigarren im Aussenbereich geraucht haben. Auch gab es dort eine Vielzahl an imteressanten Restaurants.

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In einem Geschäft haben wir uns mit ein paar Mitbringsel für zuhause eingedeckt.

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Zu guter Letzt standen wir noch vor einer Brauerei, von der ich auch schon von Yelp-Freunden gehört habe. Aber wie schon vorab gesagt, ich war leider der Fahrer.
Aber es lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch der mittlerweile vielen amerikanischen Breweries, die exzellente Biere brauen. Hier kann man zum Beispiel 10 kleine Ales á 0,1 l bestellen, sogenannte shots, die unterschiedlicher nicht schmecken könnten. Da verliert die Brauereination Deutschland massiv den Anschluss an der Herstellung guter Biere.
Leider musste ich die Gelegenheit an mir vorbei gehen lassen.

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Wir haben nur einen Tagesausflug gemacht. Tampa hat aber noch viel mehr zu bieten, zum Beispiel gute Museen wie das Fotomuseum. Nächstes Male würde ich auf jeden Fall eine oder zwei Übernachtungen einplanen. Alleine schon um der Brauerei und Ybor District einen intensiveren Besuch abzustatten.

Gewöhnungen

Mein erster und bisher einziger Besuch in den USA liegt schon über zwei Dekaden zurück und war an der Pazifikküste. Seit dem hat sich viel verändert, und auch meine Erfahrungen und Eindrücke sind mit einem Erstbesucher zu vergleichen.

Es fing schon damit an, dass ich bei der Einwanderung in den Bereich ESTA – Erstbesuch musste. Gottseidank waren wir recht früh dort und standen nur zwanzig Minuten für ca. 20 Abfertigung. Paar Minuten später hätten wir hinter 200 Asiaten gestanden und uns um einen späteren Weiterflug kümmern können.

So warteten wir recht geduldig mit der ungeduldigen Menge Menschen hinter uns bei gemächlich arbeitenden drei Grenzschutzbeamten.

Also gewartet bis man uns einen Schalter zugewiesen hat, tiefgründige Fragen beantwortet, Fingerabdrücke abgegeben, aktuelles Bild machen lassen, fertig war ich für neue Erfahrungen und Eingewöhnungen.

Es gibt Gewöhnungen, die klappen automatisch, an die gewöhnt man sich gerne. Gewöhnungen, für die man etwas üben muss und Gewöhnungen, an deren ich noch arbeite •räusper•.

Zuerst mal gewöhne ich mich an den Anblick eines Wagen, den wohl so jede Familie im Fuhrpark zu haben scheint, denn er ist überall. Bisher kannte ich ihn nur aus der vielen Werbung bei den NFL Spielen.
Der Truck Ford F-150! Bestimmt das meistverkauftestr Auto in den USA, so ergab eine schnelle, nicht repräsentative Autofahrt durch Südflorida.

Aber dann gewöhnt man sich auch am Anblick der recht häufig vertretenden Minis, sogar dem Smart, der häufig hinter einem fahrenden Trailer nachgezogen wird.
Und man gewöhnt sich sogar an den hin und wieder vertretenden Fiat Cinquecento, meist in der Farbe Latte Macchiato oder Nespresso!!!
Ich hätte nie gedacht, dass dieser Wagen einen Markt in den USA hätte.

Beim Autofahren gibt es jedoch eine Regelung, bei der ich Probleme haben werde, sie mir abzugewöhnen.
Man darf hier rechts überholen, was doppelt Spass macht, weil nur sehr wenige Trucks unterwegs sind. :))

Bisschen Eingewöhnungszeit brauchte ich hier in der Servicewüste USA.
So beendet Bank of America seinen Schalterdienst um 15 Uhr und der Supermarkt macht um 21 Uhr zu.

Im Supermarkt musste ich mich auch umgewöhnen. Obwohl ich zuhause das Preisgefüge von Rewe und Edeka gewohnt bin, übertreffen die Nahrungsmittelkosten die der deutschen Supermärkte. Und dass manchmal noch erheblich.
Pari wird es erst, wenn man grosse Portionen kauft statt der haushaltsüblichen Portionen.
Also, statt einem Liter Milch nimmt man besser eine Galone (3,78l) oder statt einer Mango für $2,50 nimmt man besser zwei für gesamt $3.
Dass man in den USA übrigens eine Aversion gegen Staat und Steuern bekommt ist verständlich, da alle Preise als Nettopreise ausgewiesen werden.
An der Kasse wird dann auf jeden Betrag noch die Steuer draufgehauen (die aber zu unserer noch moderat ist).

Löblich finde ich die Auszeichnung der Waren, auch wenn ich mich vergriffen habe, und beim Frühstück mit Entsetzen feststellen muss, dass ich Analogkäse gekauft habe.

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Da die USA eine verhältnismässig sehr hohe Anzahl von Gefängnisinsassen in Relation zu einer hohen Analphabetenquote haben, wundere ich mich immer wieder über die vielen Schilder mit den vollausformulierten Regelungen unter Strafandrohungen.
Im Autoverkehr bewege ich mich permanent lesend fort, statt Schilder mit Piktogrammen visuell aufzunehmen, wird hier alles ausgeschrieben. Kein Wunder also, wenn einige Bewohner im Knast landen, wie bei solchen Schandtaten.

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Die Belehrung und permanente Erinnerung, was man zu tun hat, geht soweit, dass selbst für gestandene Footballspier der Tampa Bay Buccaneers Wandtafeln im Eingangsbereich aushängen, welche Ausrüstungsgegenstände diese anziehen müssen, oder was als Strafen im Sport geahndet werden. Immerhin wird dieses bildlich unterstützt.

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Es gibt aber auch Dinge – sagen wir es mal so – an denen ich arbeite. 😉
Auch wenn ich bei den deutschen Mitlesern einen Aufschrei der Empörung auslöse, finde ich es in Ordnung, wenn man in bestimmten Situationen, wie einem Saunabesuch, nicht textilfrei auftritt.
Aber in Florida ist es auch vorgeschrieben, weder textilfrei ins Badezimmer zu gehen, noch zu duschen. So this is still work in progress!

Es gibt aber auch weitere skurile Gesetze.

Aber das Verhalten und der Umgang miteinander, so wie ich ihn bisher in den USA erfahren habe, hat schon eine Vorbildfunktion.